Pléiades 1a erfolgreich gestartet

Der Satellit erreicht seine Umlaufbahn in 700 km Höhe
Pléiades blockname

Mit dem wendigen, reaktionsschnellen und sehr hoch auflösenden Satelliten Pléiades 1a brachte die Trägerrakete Sojus erfolgreich die erste optische Komponente einer Satellitenkonstellation ins All, die eine Wiederholrate von einem Tag vorweisen kann.

The gantry slides back and frees the pad for Soyouz launch © CNES 2011

Die Sojus Rakete mit dem Pléiades Satelliten an Bord kurz vor dem Start © CNES 2011

Am 16. Dezember 2011 startete Pléiades 1a vom Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana an Bord der Sojus mit der Flugnummer VS02. Das Zentrum wird gemeinsam von den Raumfahrtbehörden Europas und Frankreichs - ESA und CNES - sowie von Arianespace betrieben, die nun nach dem Erststart einer Sojus von Kourou am 21. Oktober 2011 ihre Erfolgsserie fortsetzen. Die Trägerrakete hob um 02:02:30 Uhr Weltzeit ab, die Stufentrennung erfolgte um 02:58 Uhr Weltzeit über Perth (Australien) und 30 Sekunden später entfalteten sich die Sonnenkollektoren.

Pléiades 1a hat nun seine endgültige Umlaufbahn in 700 km Höhe erreicht; Pléiades 1b wird eine Position auf demselben Orbit, jedoch eine halbe Bahnlänge von Pléiades 1a entfernt einnehmen. Mit einer Wiederholrate von einem Tag bietet die Satellitenkonstellation künftig die Möglichkeit, jeden Punkt der Erde innerhalb von 24 Stunden von einem der beiden Satelliten aufnehmen zu lassen.

Die von Astrium im Auftrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES gefertigte Konstellation Pléiades stellt den Nutzern Bilder mit einer sehr hohen Auflösung von 50 cm bereit; zudem verfügt sie über eine hochpräzise Bildpositionierung und ist mit einer Schwadbreite von 20 km in ihrer Kategorie führend. Die Aufnahmen von Pléiades sind ab März 2012 erhältlich und werden vom Geschäftsbereich GEO-Information von Astrium Services vermarktet.

Als effektives Hilfsmittel in Krisensituationen bietet Pléiades neue Dienste für die Lieferung präziser Geo-Informationen in Rekordzeit und wird die Erdbeobachtung grundlegend verändern. Jeder Satellit kann täglich 450 Bilder in fünf verschiedenen Aufnahmemodi erfassen und wird innerhalb von 24 Stunden dreimal nach aktuellen Vorgaben programmiert; dadurch lässt sich das Pléiades-System in Echtzeit sämtlichen Einsatzbedingungen anpassen.

Pléiades 1a ist das erste Modell der neuen von Astrium Services betriebenen Satellitengeneration; zwischen 2012 und 2014 folgen SPOT 6, Pléiades 1b und zum Schluss SPOT 7. Die vier im Aufbau ähnlichen Satelliten nehmen in gleichmäßigem Abstand zueinander denselben Orbit ein; daraus resultiert eine neue, reaktionsschnelle Konstellation, die bis zum Jahr 2023 Bildprodukte mit einer Auflösung von 50 bis 200 cm zur Verfügung stellen wird.

Pléiades erfolgreich gestartet

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