ESA Interface zum TerraSAR-X Bodensegment ist einsatzbereit

Infoterra GmbH besteht die Prüfung der Betriebsbereitschaft
TerraSAR-X

Friedrichshafen, 6. Juli 2010 – Experten für Erdbeobachtungsdaten der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) sowie ihre Nutzergemeinschaft verfügen jetzt über einen äußerst effizienten Zugriff auf TerraSAR-X Radarsatellitendaten. Infoterra GmbH, die Tochter von EADS Astrium, die für die kommerzielle Vermarktung dieses Satelliten verantwortlich ist, hat die für die ESA und ihre GMES-Nutzer vorgesehene Bereitstellung der TerraSAR-X Daten an die spezifischen Anforderungen der Behörde angepasst und somit den verwaltungstechnischen Aufwand minimiert sowie die ESA-spezifischen Verfahren eingehalten.

Gleichzeitig wurde das Personal von Infoterra speziell in der Bearbeitung der Anfragen des GMES Programms "Space Component Data Access" (GSC-DA) geschult. Somit werden eine maximal hohe Servicequalität sowie schnelle Reaktionszeiten gewährleistet. Des Weiteren wurden gleichzeitig die erforderlichen Änderungen am TerraSAR-X Bodensegment des DLR umgesetzt.

Die Anpassung der Lieferstandards an die Anforderungen der ESA war Teil der ersten Phase eines Rahmenvertrags über € 2,4 Mio. für die Bereitstellung von TerraSAR-X Radarsatellitendaten an die Nutzergemeinschaft des GSC-DA der ESA, den Infoterra 2009 erhielt.

Daraufhin wurde im Juni ein Interface in Betrieb genommen, das einen halbautomatischen Austausch von Produkten und Metadaten zwischen dem kommerziellen Bodensegment von Infoterra und dem Coordinated Data Access System (CDS) der ESA ermöglicht. Mit dieser Implementierung schloss Infoterra erfolgreich die erste Phase der Interface-Entwicklungsaktivitäten im CDS ab. Das CDS ist eine wesentliche Komponente des GSC-DA Programms.

„Die operative Implementierung dieses Interface ist ein wichtiger Meilenstein für die Ausarbeitung eines effizienten, kundenorientierten Prozesses, der den Aufwand minimiert und die Flexibilität für die Nutzer maximiert", sagt Jürgen Janoth, verantwortlicher Projektmanager bei Infoterra GmbH. Er und sein Team haben in den vergangenen Monaten gezielt auf die Umsetzung dieser Implementierung hingearbeitet und können jetzt stolz sagen, dass „TerraSAR-X die zweite von 14 Missionen ist, die für GSC-DA Einsätze in Betrieb genommen wird, obwohl wir eigentlich die letzten waren, die im Sommer 2009 mit der Arbeit begannen."

Im Rahmen von Phase 2 des Programms (Start 2010) plant die Behörde die Installation eines Interface zur Bestellung harmonisierter Daten, mit dem Experten der ESA direkt auf die Erfassungsmöglichkeiten aller beteiligten zivilen Erdbeobachtungsmissionen zugreifen und diese auswerten können.

 

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