El Niño trocknet den Poopó-See in Bolivien aus

Die Intensität des Wetterphänomens El Niño 2015 hat den bolivischen Poopó-See komplett ausgetrocknet. Zwei Aufnahmen der SPOT 6/7 Konstellation veranschaulichen diese Umweltkatastrophe.

El Niño 2015 war einer der stärksten Effekte seit 1950 und führte zu extremer Dürre in Bolivien. Als Folge davon ist der Poopó-See, nach dem Titicacasee der zweitgrößte See Boliviens, ausgetrocknet. Die Tier- und Pflanzenwelt ist stark betroffen und die Bevölkerung musste ihre Aktivitäten rund um den See einstellen.

Der in 3684 m Höhe gelegene und 90 km lange Poopó-See besaß bereits ein geschwächtes Ökosystem. Die Bewässerung für die Landwirtschaft und den Bergbau, sowie die machtlose Umweltschutzpolitik bewirkten, dass die lokalen Behörden den See 2014 zum umweltgeschädigten Gebiet erklären mussten. Durch die Intensität von El Niño in 2015 stiegen die Temperaturen stark an und führten zur Verdunstung und Austrocknung des Sees. Am 17. Dezember 2015 hat die Legislative Versammlung des Departamento de Oruro offiziell die Umweltkatastrophe ausgesprochen.

Die Bilder der SPOT 6/7 Konstellation illustrieren das Ausmaß dieses Phänomens. Die Archivaufnahme von 2013 zeigt den mit Wasser gefüllten See. Eine Erfassung von 2016 zeigt den heutigen Zustand des nunmehr fast leeren Sees. An beiden Daten konnte die 2850 km² Oberfläche des Sees in wenigen Sekunden erfasst werden.


SPOT 6, 24. März 2013

SPOT 7, 16. Januar 2016
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El Niño trocknet den Poopó-See in Bolivien aus