Mit Satelliten und Kartografen im Kampf gegen das Ebola-Virus

Um die humanitären Hilfsmaßnahmen im Zuge der Ebola-Epidemie am Boden zu unterstützen versorgt Airbus Defence & Space die globale Kartografen Community mit Pléiades und SPOT 6 Satellitenaufnahmen von den betroffenen Regionen Westafrikas.

Extrait carte OpenStreetMap

Auszug aus der OpenStreetMap

Seit dem 9. Februar ist in Westafrika das hämorrhagische Ebola-Fieber ausgebrochen. Schweizer Ärzte der Organisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) beauftragten die auf humanitäre Kartierungen spezialisierte Partner NGO CartONG mit der Erstellung von Kartenmaterial für die Städte Guéckédou, Macenta und Kissidougou in Guinea. Anhand dieser Karten wird die Ausbreitung des Virus verfolgt und Hilfsmaßnahmen, wie die Verteilung von Schutzkleidern, Gesundheitschecks und Beratung, organisiert.

CartONG erwarb am 26. März drei Pléiades Aufnahmen. Um Straßen und Siedlungen zu identifizieren, rief die Nichtregierungsorganisation HOT (Humanitarian OpenStreetMap Team), seine Kartografen auf den Plan. Insgesamt editierten 244 Teilnehmer gemeinsam fast eine Millionen Features in der Online-Karte von OpenStreetMap- und das in nur fünf Tagen. Die Karte von Guéckédou wurde auf ReliefWeb, der Website des Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) veröffentlicht.

 

Die Nicht-Regierungsorganisation HOT wies auf die entscheidende Rolle von gutem Kartenmaterial im Kampf gegen diese Epidemie hin, da Hilfsteams auf aktuelle Kartierungen angewiesen sind, um Wege zu den Dörfern im Umkreis der drei Städte in Guinea zu finden. Da nun auch in der Hauptstadt Conakry und dem benachbarten Liberia wurden Ebola-Fälle gemeldet wurden, verstärkte Airbus DS seine Unterstützung.

Guekédou Image Pléiades

Guéckédou, Pléiades Aufnahme 101202013

Für Foya in Liberia, wo die  Weltgesundheitsorganisation und MSF ein Isolationszentrum aufbauen, stelle Airbus DS eine kostenlose Pléiades Aufnahme zur Verfügung. Auch für eine 14.000 Quadratmeter große Fläche in Südguinea wurden vier SPOT 6 Aufnahmen unentgeltlich bereitgestellt. Das HOT- Team von OpenStreetMap koordinierte auch hier die Arbeit der weltweiten Kartografen Community an der Online-Karte.
So konnte Airbus DS mit seinen Satellitenbildern die weltweite Kartografengemeinde im Kampf gegen den tödlichen Virus unterstützen- ein bemerkenswertes Beispiel wie schnelle Web 2.0 Geoinformationen (Geoweb) der humanitären Medizin helfen können.

 

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