Meteoriteneinschlag in Russland gesehen mit Pléiades

Pléiades 1A, Europas erste operative sehr hochauflösende Satellitenkonstellation, hat ein Bild der russischen Stadt Chebarkul aufgenommen, wo am 15. Februar ein Fragment eines Meteoriten auf die Erde stürzte und ein Loch in der Mitte eines zugefrorenen Sees im Westen der Stadt riss.

Fahrzeugspuren sind auf dem Eis sichtbar, die in Richtung des 6 m großen Loches führen. Die meisten der Spuren führen in die 2,5 km östlich gelegene Stadt Chebarkul. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre hatte der Asteroid einen Durchmesser von 17 m und ist innerhalb von 32,5 Sekunden in mehrere Fragmente zerbrochen. Bemühungen sind im Gange, um die Fragmente vom Boden des Sees zu bergen.

Die Pléiades Satelliten nehmen Datenprodukte mit 50 cm Auflösung auf, die sich ideal für präzise Kartierungen und die Bildauswertung eignen. Die zwei baugleichen Satelliten werden als eine Konstellation im gleichen Orbit mit einem Abstand von 180° betrieben. Damit liefern sie Datenprodukte in Rekordzeit und ermöglichen eine tägliche Neuerfassung jedes Interessengebietes auf der Erde.

Meteorite hole in the frozen surface of Lake Chebarkul, Russia - © CNES 2013

Ein durch einen Meteoriten verursachtes Loch in der gefrorenen Oberfläche des Sees Chebarkul, Russland
Pléiades Bild vom 22. Februar 2013 ©CNES 2013
Verbreitung Astrium Services / Spot Image

Meteoriteneinschlag in Russland gesehen mit Pléiades