SPOT 6 ergänzt Pléiades 1A in der Erdumlaufbahn

SPOT6

- Erdbeobachtungssatellit SPOT 6 von Astrium ist erfolgreich gestartet.
- SPOT 6 wird Pléiades 1A in der Erdumlaufbahn ergänzen und künftig zusammen mit Pléiades 1B und SPOT 7 eine kohärente und intelligente optische Konstellation zur Erfassung von Aufnahmen bilden, die über Astrium Services bereitgestellt werden.
- Mit dieser brandneuen Konstellation wird Astrium Services als exklusiver Anbieter abgeleiteter Geo-Informationsprodukte einzigartige Anwendungen in einer konkurrenzlos kurzen Zeit liefern

09. September 2012 – Der Erdbeobachtungssatellit SPOT 6, den Europas führendes Raumfahrtunternehmen Astrium gebaut hat, wurde vom indischen Satish Dhawan Space Center aus mit einer Trägerrakete PSLV erfolgreich in die Erdumlaufbahn gebracht. Dort wird er auf den sehr hochauflösenden Erdbeobachtungssatelliten Pléiades 1A treffen und Daten für die von Astrium Services angebotenen Produkte liefern. Die beiden Satelliten werden zunächst parallel zueinander betrieben und ab 2014 gemeinsam mit Pléiades 1B und SPOT 7, deren Start in die Erdumlaufbahn als nächstes geplant ist, die optische Konstellation von Astrium Services komplettieren.

Nach der Funktionsprüfung im All (In-Orbit Validation) wird Astrium Satellites SPOT 6 und SPOT 7 betreiben und Astrium Services wird diese beiden Satelliten gemeinsam mit den beiden Pléiades-Satelliten auf demselben Orbit nutzen. Diese Konstellation bietet einzigartige Anwendungsmöglichkeiten und stellt den Kunden des Unternehmens innerhalb kürzester Zeit die gewünschten Aufnahmen zur Verfügung. Jeder Ort der Erde kann einmal täglich mit hoher und sehr hoher Auflösung erfasst werden. Während SPOT 6 und SPOT 7 weite Gebiete großflächig abtasten, sind Pléiades 1A und Pléiades 1B in der Lage, kleinere Ausschnitte dieser Zonen mit höherer Auflösung (50 cm) aufzunehmen.

„Mit vier Satelliten, die um 90° versetzt in der gleichen fast polaren sonnensynchronen Laufbahn unterwegs sind, können wir unseren Kunden Geo-Informationsprodukte in einer Rekordzeit von nur sechs Stunden liefern“, sagte Eric Beranger, CEO Astrium Services. „Mit vier Satelliten profitieren wir natürlich von einer größeren Flexibilität bei der Wiederholrate, so dass Änderungen leichter erkannt und schneller abgedeckt werden. Nutzer haben die Wahl zwischen einer sehr hochauflösenden Datenerfassung an einem bestimmten Punkt und einer sehr hochauflösenden Datenerfassung über einen größeren Bereich hinweg. Wir können die beiden Möglichkeiten natürlich auch kombinieren. Bei einer Überschwemmung kann SPOT 6 beispielsweise ein flächendeckendes Bild liefern, während Pléiades sich auf besonders dicht bevölkerte oder verwüstete Bereiche konzentriert.“

Geo-Informationen spielen bei der Umwandlung aktueller geografisch-räumlicher Daten in zuverlässige Wirtschaftsdaten eine strategische Rolle. SPOT 6 ist nur einer von mehreren Fernerkundungssatelliten, mit denen Astrium Services die Bedürfnisse seiner Kunden mit einem unübertroffen breiten Angebot an Erdbeobachtungsprodukten und Mehrwertdiensten abdecken kann, insbesondere in den Bereichen zivile und militärische Kartierung, Landwirtschaft, Entwaldungs- und Umweltmonitoring, Meeres- und Küstenüberwachung, Bauwesen, Erdöl, Erdgas und Bergbau.

SPOT 6 ist ein hochaufgelöster optischer Erdbeobachtungssatellit. Wie sein „Zwilling“ SPOT 7, der Anfang 2014 in den Weltraum starten soll, wird SPOT 6 eine Schwadbreite von 60 km abdecken und Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 1,5 m bereitstellen. SPOT 6 und SPOT 7 werden die Arbeit der Satelliten SPOT 4 und SPOT 5 fortführen, die seit 1998 bzw. 2002 in Betrieb sind. Zudem wurde die Leistung von Boden- und Raumsegment im Vergleich zu früheren SPOT-Missionen verbessert, insbesondere im Hinblick auf das Reaktionsvermögen – von der Satellitenprogrammierung bis hin zur Bereitstellung der Bilder – und die Aufnahmekapazität. Bei einer Wiederholrate von einem Tag decken SPOT 6 und SPOT 7 insgesamt 6 Millionen km² pro Tag ab.

SPOT 6 und 7 sind auf eine Betriebsdauer von zehn Jahren ausgelegt.

SPOT 6 ergänzt Pléiades 1A in der Erdumlaufbahn