SPOT 5 an seinem 10. Geburtstag - aufgenommen von Pléiades 1A

Bereits kurz nach seiner Ankunft im Orbit nimmt Pléiades 1A den „Schwestersatelliten“ SPOT 5 ins Visier.

Ein einzigartiges Rendezvous

SPOT5 pictured by Pléiades 1A

Eine Pléiades Aufnahme des SPOT 5 Satelliten

Dank seiner außergewöhnlichen Agilität gelingt Pléiades 1A das seltene Kunststück, einen anderen Satelliten im Vorbeiflug aufzunehmen. Beide Satelliten werden von Astrium betrieben.

Zu dem Rendezvous kam es, als Pléiades 1A von seiner Position in 700 km Höhe die Sensoren auf SPOT 5 richtete, der 100 km tiefer die Erde umrundet. Eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass Pléiades 1A und SPOT 5 für eine Erdumdrehung nur eineinhalb Stunden benötigen – Pléiades 1A mit einer Geschwindigkeit von 7,5 km/s und SPOT 5 mit 7,4 km/s.

Rechts im Bild sind die Solarzellen klar erkennbar, im linken Bereich hell glänzend der Raumflugkörper und die optischen Sensoren.
 

Das erste Mitglied einer neuen Familie

SPOT 5 wurde am 5. Mai 2002 in den Orbit geschickt und liefert seit 10 Jahren hochauflösende (2,5 m) Aufnahmen mit einer großen Streifenbreite (60 km). Der am 17. Dezember 2011 gestartete Pléiades 1A ist der erste einer neuen Generation von agilen, reaktionsschnellen Satelliten, die Aufnahmen einer sehr hohen Auflösung (50 cm) liefern.

Noch in diesem Sommer wird SPOT 6 in den Orbit gebracht, später im Jahr folgt Pléiades 1B, der Zwillingssatellit von Pléiades 1A. Der Start von SPOT 7 ist derzeit für Anfang 2014 geplant. Da die vier Satelliten auf einer sehr ähnlichen Architektur basieren und sich im selben Orbit bewegen, ermöglicht diese Konstellation eine höhere Reaktionsfähigkeit und eine bessere Verfügbarkeit der Daten mit Auflösungen zwischen 50 cm und 1,5 m bis zum Jahr 2024.

Eine Pléiades Aufnahme des SPOT 5 Satelliten