Satellitenaufnahmen, Tsunami und Fukushima

Ein Jahr, nachdem Japans Ostküste von dem verheerenden Erdbeben und Tsunami stark zerstört wurde, gibt die Aufnahme des hochauflösenden Pléiades Satelliten von Astrium Services eine aktuelle Übersicht der Situation im Kernkraftwerk Fukushima.

Nachverfolgung der Räumung des Standorts mit Pléiades

Das Pléiades Bild vom 18. Januar 2012 (aufgenommen fast genau ein Jahr nach dem Vorfall) zeigt die laufenden Arbeiten an diesem nun so menschenfeindlichen Ort. Das Dach des Reaktorgebäudes 1, das bei einer Explosion abgerissen wurde, ist von einer weißen Gerüststruktur umgeben.
 
Das Dach des Reaktorgebäudes 2 wurde nicht beschädigt. Die roten Kräne zeigen die Arbeiten, die derzeit zur Dämmung der Reaktorgebäude 3 und 4 durchgeführt werden. Die metallischen Dachstrukturen sind an beiden Gebäuden deutlich sichtbar. Die Dachstrukturen wurden durch die Explosion im Reaktorgebäude 3 und das Feuer im Reaktorgebäude 4 abgerissen bzw. sind abgebrannt.

Satellitendaten verschiedener Sensoren unterstützen das Krisenmanagement

Unmittelbar nach den Meldungen über das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami in Japan am 11. März 2011 wurden die verschiedenen Satelliten von Astrium Services zur Unterstützung der Notfallschutzmaßnahmen im Katastrophengebiet eingesetzt.

SPOT 5 Tasking in Notfällen

Am 12. und 13. März fotografierte der SPOT 5 Satellit die 400km lange, vom Erdbeben und Tsunami betroffene Küstenregion.
 
Die Aufnahmen der Stadt Sendai und der drei Kernkraftwerke wurden internationalen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt.

Sendai, die verwüstete Stadt und Go Monitor

 

Die Stadt Sendai (1 Mio. Einwohner) wurde durch das Erdbeben und den Tsunami verwüstet. Diese Stadt wurde einen Woche lang vom Satelliten-Monitoringdienst Go Monitor täglich überwacht.

 

Die Experten von Astrium analysierten 2m Aufnahmen des FORMOSAT-2 Satelliten und veröffentlichten täglich kostenlos Berichte unter https://www.go-monitor.com.

TerraSAR-X zur Bestandsaufnahme und geophysikalischen Bewertung

 

Auch der Radarsatellit TerraSAR-X wurde von der Internationalen Charta mobilisiert und sendet regelmäßig Daten an die Empfangsstationen in Europa und Japan. PASCO, unser japanischer Partner, verwendet diese Daten zur Schadensanalyse und Überwachung der Situation.

 

TerraSAR-X wird in den kommenden drei Monaten auch weiterhin Daten der Region um Sendai im StripMap Modus (3m Auflösung) erfassen. Diese Daten können für geophysikalische Analysen nach Erdbeben verwendet und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden.

 

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